Grünliberale Partei Kanton Zürich

Mitglied werden

Das offene Politlabor

glp lab

glp Kanton Zürich

Video-Statements

Alle Newsletter der glp Kanton Zürich

Newsletter

Spenden

Unterstütze uns!

Positionspapiere

Positionspapier Bildung

Bildung

  • Unsere Schule soll ein ausgewogenes Fächerangebot anbieten in den drei Hauptbereichen Mathematischnaturwissenschaftlich, Handwerklichmusisch und Sprachlichhistorisch. Insbesondere den Kernfächern Mathematik und Deutsch muss mehr Beachtung geschenkt werden.
  • Die Schule soll neben dem Fördern auch wieder mehr fordern. Neben der Förderung von Leistungsschwächeren ist vermehrt in die Förderung der Leistungsstarken, die zukünftigen Leistungsträger, zu investieren.
  • Unter Chancengerechtigkeit verstehen wir, dass jedes Kind möglichst gleich viel Förderung, die gleiche Aufmerksamkeit, die gleichen Chancen und Möglichkeiten der Unterstützung erhält. Chancengerechtigkeit bedeutet nicht, mit massivem Mitteleinsatz zu versuchen, alle Kinder auf denselben Stand zu bringen.
  • Die Möglichkeiten, die die neuen Medien für den Unterricht bieten, werden noch zu wenig ausgeschöpft. Sie sollen den Unterricht ergänzen und bereichern, jedoch nicht die Lehrkraft ersetzen.
  • Die Schule ist mit modernen Qualitätssicherungsinstrumenten auszurüsten. An erster Stelle stehen fähige Lehrpersonen mit einer hohen Eigenverantwortung. Die Überprüfung von Mindeststandards, regelmässige Feedbacks aller Beteiligten und eine Abschlussprüfung am Ende der obligatorischen Schulzeit stellen die Erreichung hoher Ziele sicher.
  • Unsere Schule soll, vor allem auf den unteren Stufen, die Wichtigkeit der Beziehung zwischen Lehrperson und Schüler achten, die für ein erfolgreiches Lernen unabdingbar ist. Die Schule braucht starke Klassenlehrpersonen mit Berufung, die ihren Schülern Begleiter und Vorbild sind.
  • Disziplinproblemen ist mit mehr erzieherischer Konsequenz zu begegnen, sowohl von Seiten der Lehrpersonen, wie auch von Fachpersonen und Eltern. Sozialkompetenz und eine gute Arbeitshaltung sind ab Schulbeginn aktiv zu fördern und einzufordern. Dazu ist der Bezug von Schülerinnen und Schülern zur Praxis und zur Arbeitswelt zu fördern. Eine Lockerung des generellen Arbeitsverbotes ab 12 Jahren ist zu prüfen.
  • Fremdsprachige Kinder sind ab Kindergartenalter in der Deutschen Sprache zu unterrichten und die Eltern in den Integrationsprozess einzubinden. Im Jugendalter ist der schulische Schwerpunkt für Leistungsschwächere auf die für die Erlangung der Berufsfähigkeit wichtigen Kompetenzen Deutsch in Wort und Schrift, eine gute Arbeitshaltung und handwerkliche Fertigkeiten zu legen.
  • Bei der Bildung darf nicht in den Kernbereichen gespart werden. Gestoppt werden muss aber der massive Ausgabenzuwachs der letzten Jahre. Ziel ist die Entwicklung der Volksschule mit den bestehenden Mitteln. Mit funktionierenden Konzepten zur Integration fremdsprachiger Kinder und zum Umgang mit disziplinarischen Problemen, wie in den Kapiteln 1,4 und 5 beschrieben, und mit der Konzentration auf die Kernaufgaben der Schule, ist dies möglich.
  • Auf Hochschulstufe ist die Durchlässigkeit zu erhöhen, insbesondere zwischen Fachhochschulen und Universitäten. Zur Qualitätssicherung sind, neben anerkannten Abschlüssen, Aufnahmeprüfungen oder ein Assessmentjahr notwendig.
  • Zur Finanzierung des Studiums soll die Möglichkeit von zinslosen staatlichen Darlehen geschaffen werden. Für Langzeitstudierende sind die Studiengebühren zu erhöhen.

Positionspapier Elektromobilität

Elektromobilität

Die Mobilität der Schweizer wächst seit Jahren ungebremst. Der motorisierte Strassenverkehr ist daher einer der grössten Verbraucher fossiler Ressourcen und einer der grössten Emittenten von Treibhausgasen. Sollen die Schweizer CO2-Reduktionsziele eingehalten sowie Lärm- und Zersiedelungsprobleme gelöst werden, muss es endlich auch im Verkehrsbereich vorwärtsgehen. Die Grünliberale Partei setzt sich deshalb klar für einen nachhaltigen Umbau des Schweizer Verkehrssystems ein: In erster Linie soll Verkehr vermieden und die Zersiedlung gebremst werden. In zweiter Priorität soll die Verlagerung auf öffentliche Verkehrssysteme und die Effizienz gesteigert, z.B. Leichtbau, sowie begleitend Substitution der fossilen Treibstoffe durch erneuerbare Energieträger und Treibstoffe vorangetrieben werden.

Elektroautos haben neben weiteren Vorteilen wie weniger Lärm und Abgasen einen deutlich besseren energetischen Wirkungsgrad als solche mit Verbrennungsmotor. Die Elektromobilität spielt deshalb in Bezug auf Energieeffizienz, Umstellung auf erneuerbare Energien und Lärm/Schadstoffe eine Schlüsselrolle im Verkehrsbereich. Die benötigte Strommenge liegt im Vergleich zum heutigen Gesamtverbrauch der Schweiz bei einigen Prozent. Für eine positive Ökobilanz im Sinne einer Lebenszyklusbetrachtung muss der Strom zwingend aus erneuerbaren Energien stammen, welche durch zusätzliche Kapazitäten zu decken sind.

Durch die Verknüpfung von Elektromobilität und Deckung durch Elektrizität aus erneuerbaren Energien kann eine beachtliche Reduktion an Treibhausgasemissionen und v.a. gegenüber der heutigen Flotte eine Verbesserung bei der Umweltbilanz erreicht werden. Elektromobilität – inkl. Hybriden und Plug-in-Hybrids – kann einen Beitrag für den Pendel- und urbanen Verkehr sowie Langsamverkehr und kleinen Güterverkehr leisten.

Die Schweiz ist durch ihre Kleinräumigkeit, den gut ausgebauten öffentlichen Verkehr und das hohe Wohlstandsniveau vergleichsweise gut geeignet als Pionierland für Elektromobilität. Wir sollten also gezielt auf Elektromobilität setzten und in praktische Förderung und Forschung investieren, wovon nicht zuletzt die wichtige Schweizer Automobilzulieferer-Industrie profitieren wird. Ausserdem wird die energetische Versorgungssicherheit der Schweiz erhöht und fliessen weniger Gelder für fossile Energieträger ins Ausland ab.

Die Grünliberalen setzen sich für eine nationale Strategie und ein ambitiöses Substitutionsziel ein. Dazu fordern sie geeignete Lenkungs- und Fördermassnahmen wie eine ökologische Steuerreform (Volksinitiative Energie- statt Mehrwertsteuer) und ein Bonus-Malus-System für Neukäufe. Durch die klare und vorausschauende Regulierung der Rahmenbedingungen ist die Nachhaltigkeit der Umstellung auf Elektromobilität zu gewährleisten und die breite Akzeptanz zu erhöhen.

Positionspapier Energie

Energie

Der heutige Energieverbrauch in der Schweiz ist nicht nachhaltig: Wir konsumieren mehr, als wir mit regenerativen Quellen bereitstellen können. An vielen Orten wird unnötig Energie verbraucht, so dass mehr Umweltschäden durch die Bereitstellung der Energie entstehen und mehr Risiken in Kauf genommen werden als nötig. Zudem sind wir beim Import von Öl und Gas (und teilweise Uran) in grossem Masse von politisch instabilen Regionen abhängig.

Die Herausforderungen des Klimawandels, abnehmende Ressourcen und zunehmende Umweltbelastung zwingen uns, den Verbrauch effizienter zu gestalten und die Produktionsarten umzustellen. Wir Grünliberalen sehen dies aber ganz klar als Chance: Die Schweiz kann in Industrie und Energie Technologieführerschaft erlangen, international eine Vorreiterrolle einnehmen und gleichzeitig die Risiken der heutigen Produktion verringern.

Die Grünliberalen fordern alle Entscheidungsträger auf, Kostenwahrheit und Transparenz hoch zu halten: Der gesamte Lebenszyklus von Produkten und Energieformen soll betrachtet werden, die Informationen sind transparent zu machen und in die Preise umzusetzen. Vordringlich ist dies für die Grünliberalen bei der Kernkraft, die heute versteckt subventioniert wird (ungelöste Entsorgung und keine Versicherung im Schadensfall).

Die Grünliberalen setzen sich für Anreize zu Energieeffizienz und Energiesparen ein, zudem wollen wir die erneuerbaren Energien fördern. Finanzielle Anreize über Lenkungsabgaben, Bonus-/Malus-Systeme und Anpassungen des Steuersystems führen – zusammen mit Standards, welche an die neusten Entwicklungen angepasst sind – zu einer ökologischen, wirtschaftlichen und sicheren Energieversorgung. Im Sinne der beschränkten Ressourcen ist sowohl bei der Produktion wie auch beim Konsum auf Qualität statt Quantität zu setzen. Verbesserte Transparenz und ein höherer Stellenwert der Umweltbildung unterstützen entsprechende Konsumentscheidungen.

Durch Energieeinsparungen müssen Kapazitäten zur Stromproduktion, welche in den nächsten Jahren Schritt für Schritt wegfallen werden, nicht erneuert werden. So brauchen wir keine neuen Atomkraftwerke.

Die Grünliberalen stehen voll hinter der Vision der 2000 Watt-Gesellschaft und unterstützen alle diesbezüglichen Massnahmen. Wie das Bundesamt für Energie mit seinem Szenario IV gezeigt hat, ist dieses Ziel bis 2100 realistisch, wenn wir uns heute auf den Weg machen. Die Grünliberalen werden auf allen Ebenen die nötigen Schritte fordern.

Positionspapier Familie

Familie

Das Familienverständnis der Grünliberalen respektiert die Vielfalt der Familienformen. Die grünliberale Politik gestaltet ihre Massnahmen so, dass die einzelne Person in Freiheit und Verantwortung, unter Berücksichtigung des Wohles der Ge-meinschaft, aus einer Vielzahl von Möglichkeiten wählen und ein selbstbestimmtes Leben führen kann.

Die Familie ist eine gesellschaftliche Institution, die verschiedene Funktionen erfüllt (z.B. Vermittlung von Werten, soziales Sicherungsnetz, Ordnungs- und Orientierungsfunktion). Die Grünliberalen anerkennen diese Leistungen und befürworten familienfreundliche Strukturen.

Chancengerechtigkeit als gerechte Verteilung von Zugangs- und Lebenschancen ist zentrales Element unserer Politik. Die Grünliberalen engagieren sich für die rechtliche und tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter sowie für die Chancen-gerechtigkeit bei Kindern und Jugendlichen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglicht Paaren, Erwerbs-, Haus- und Familienarbeit partnerschaftlich zu teilen. Sie ist auch für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft ein Gewinn und ange-sichts der demografischen Entwicklung mit absehbarem Fachkräftemangel von zentraler Bedeutung.

Die Entscheidung für ein Leben mit oder ohne Kinder ist ein privater, individueller Entscheid, der nicht durch staatliche Einflussnahme zu steuern ist. Der Staat hat Rahmenbedingungen zu schaffen, welche die Wahlfreiheit sicherstellen. Eine ausgewogene Altersdurchmischung stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und sichert die Sozialwerke für die Zu-kunft.

Die Organisation des Familienlebens als Teil des privaten Lebens obliegt dem Individuum und nicht dem Staat. Die Förde-rung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen ist in erster Linie Sache der Eltern. Sind Kinder erheblich benachteiligt oder gefährdet, sind Eltern bei der Erziehung zu unterstützen und Massnahmen zum Schutz der Kinder zu treffen.

Familienpolitik wird als Querschnittsaufgabe verstanden, die zahlreiche Themen und politische Bereiche betrifft. Mass-nahmen und Hilfestellungen sollen so ausgestaltet sein, dass sich der Staat auf die nötigen Eingriffe beschränkt und die strukturellen und infrastrukturellen Voraussetzungen dafür schafft, dass Familien ihre Aufgaben adäquat zu leisten vermö-gen.

Positionspapier Finanz- und Wirtschaftspolitik

Finanz- und Wirtschaftspolitik

  • Staatshaushalt
  • Steuer- und Ausgabenpolitik
  • Wirtschaftspolitik

Positionspapier Flughafen Zürich

Flughafen Zürich

  • Bewegungsplafonds
  • Keine Erweiterung des Pistensystems
  • Gesetzliches Nachtflugverbot
  • Stabilisierung von Luftschadstoffen und Klimagasen
  • Lärmgrenzwerte
  • Entschädigung
  • Sicherheit in der Raumplanung
  • Risikominimierung
  • Keine Verlagerung auf andere Flughäfen
  • Kurzstreckenflüge auf die Bahn
  • Umweltabgabe auf Kerosin

Positionspapier «liberal und grün»

«liberal und grün»

  • Grünliberale Grundwerte
  • Grünliberale Umweltpolitik
  • Grünliberale Sozialpolitik
  • Grünliberale Wirtschafts- und Finanzpolitik

Positionspapier Raumplanung und Verkehr

Raumplanung und Verkehr

Einleitung
Im Positionspapier «Raumplanung und Verkehr» der glp Kanton Zürich wird festgehalten, was eine grünliberale Raumplanungs- und Verkehrspolitik beinhaltet und was deren Ziele sind. Zum einen dient das Positionspapier somit der parteiinternen Meinungsbildung, zum andern als Informations- und Kommunikationsinstrument gegenüber der Öffentlichkeit.

Grundsätze der grünliberalen Raumplanungs- und Verkehrspolitik
In einem ersten Schritt werden Grundsätze der Raum- und Verkehrsentwicklung definiert. Diese Grundsätze sind von längerfristiger und übergeordneter Bedeutung und nehmen explizit keinen Bezug zu aktuellen Themen. Sie zeigen auf, mit welchen Stossrichtungen die Verkehrs-, Siedlungs- und Landschaftsentwicklung in eine nachhaltige Richtung gelenkt werden können und wo bei den erwähnten Themenfeldern Abstimmungsbedarf besteht (vgl. Kapitel 2 «Grundsätze der grünliberalen Raumplanungs- und Verkehrspolitik»).

Positionierung in spezifischen Verkehrs- und Raumplanungsfragen
In einem zweiten Schritt wird in Form von detailliert formulierten Positionen auf spezifische Themen in den Bereichen Raumplanung und Verkehr eingegangen. Diese Positionen präzisieren die Aussagen der zuvor definierten Grundsätze und können auch Bezug zu aktuellen Themen nehmen (vgl. Kapitel 3 «Grünliberale Raumplanungspolitik» und Kapitel 4 «Grünliberale Verkehrspolitik»).

Positionspapier Sonderpädagogik

Sonderpädagogik

Die Grünliberalen stehen zu einer integrativen, staatlichen Volksschule. Diese soll leistungsschwache wie auch leistungsstarke SchülerInnen in der Regelklasse ausbilden, damit sie erfolgreich einen Beruf erlernen oder an eine weiterführende Schule übertreten können. Die Sonderpädagogik ist für die Erreichung dieses Ziels sehr wichtig, jedoch gibt es zahlreiche Mängel und Lücken bei deren Umsetzung.

Gut funktioniert aktuell die Integration von leistungsschwachen Schülerinnen und Schülern. Für viele von ihnen ist die be-darfsgerechte und integrative Unterstützung in der Regelklasse ein grosser Gewinn. Separative Lösungen sind erst bei Lernenden mit sehr grossen Einschränkungen nötig.

Der Umfang der sonderpädagogischen Massnahmen ist in den letzten zehn Jahren jedoch stark gestiegen. In zahlreichen Gemeinden bewegen sich die Kostensteigerungen zwischen 200 und 300 Prozent. Als Ursachen für die gestiegenen Kos-ten im Bereich Sonderpädagogik sehen wir Disziplinar- und Sprachprobleme der SchülerInnen, überhöhte Ansprüche der Eltern, die Auflösung der Kleinklassen und Kostenüberwälzungen durch Kanton und IV.

Das bestehende Angebot für Schülerinnen und Schüler mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen muss ergänzt wer-den durch mehr erzieherische Massnahmen. Dies unter Einbezug der Eltern und zu einem möglichst frühen Zeitpunkt.

Inhalt
  • Eine integrative Förderung ist der separativen Schulung vorzuziehen. Klein- oder Timeout-Klassen sind als zeitlich begrenzte Massnahme sinnvoll.
  • SchülerInnen mit wenig Lernerfolg in den Kernfächern können von weiteren Lernzielen befreit werden
  • Mehr Förderung für leistungsstarke SchülerInnen
  • Neben Schulsozialarbeit gehört auch die Sozialpädagogik zum modernen Schulbetrieb
  • Eine erfolgreiche Integration fremdsprachiger Kinder durch den Grundsatz «Fördern und Fordern»
  • Kosten: Dank einer transparenten Kostenverrechnung lässt sich der steigende Aufwand für die Sonderpädagogik besser in den Griff bekommen
  • Beziehungsqualität: Die Reduktion der Anzahl Lehrpersonen an einer Klasse hat Priorität vor einer fachspe-zifischen Ausbildung

Positionspapier Verkehr

Verkehr

Mobilität ist ein menschliches Bedürfnis.

Neben dem Berufsverkehr, der Voraussetzung für eine effiziente, arbeitsteilige Wirtschaft ist, gibt es den Freizeitverkehr, der wichtig für die persönliche Lebensqualität ist.

Die Mobilität des Einzelnen kann aber auch zu einer Belastung für die Allgemeinheit werden und einen Verlust an Lebensqualität zur Folge haben; Landschaften werden zubetoniert und gehen für immer verloren, Schadstoff- und Lärmimmissionen beeinträchtigen die Gesundheit.