Chemieareal Uetikon: Berufsfachschule und Aula sollen doch gebaut werden

Medienmitteilung

Chemieareal Uetikon: Berufsfachschule und Aula sollen doch gebaut werden

Zürich,

Berufsfachschule sowie Aula und Mediathek sollen auf dem ehemaligen Chemieareal doch gebaut werden: Dieser Ansicht sind die Kantonsratsfraktionen von Die Mitte, GLP, Grünen und SP. Sie beantragen, den Objektkredit für den Bau der neuen Kantonsschule um 45 Mio. zu erhöhen.

 

Die Zukunft der geplanten Bildungsinfrastruktur auf dem ehemaligen Chemieareal in Uetikon sorgt für intensive politische Diskussionen. Der Regierungsrat will aus Spargründen bei der geplanten Kantonsschule Uetikon auf den Bau der Aula und Mediathek verzichten und den Bau der Berufsschule aufschieben, ohne jedoch einen zukünftigen Termin zu nennen. Entsprechend beantragt der Regierungsrat für den Neubau der Kantonsschule einen Objektkredit von 233.1 Mio. Franken.

 

Dieser Entscheid gab schon länger zu reden, so haben alle Parteien, die im Bezirk Meilen im Kantonsrat vertreten sind, letzten Sommer gemeinsam Anfragen zu diesem Thema eingereicht. Der überparteiliche Druck aus dem Bezirk Meilen hat gewirkt. Die Mitte, GLP, Grünen sowie SP forderten in der zuständigen Kommission, den Objektkredit um 45 Millionen Franken zu erhöhen, damit der Bau der Berufsschule inklusive Aula und Mediathek wie ursprünglich geplant realisiert werden kann.

 

Kantonsrätin Marzena Kopp (Mitte, Meilen) betont die Bedeutung der dualen Bildung und die langfristige Wirkung der Schulgebäude: «Wir investieren in die Zukunft unserer Jugend und in die Qualität unseres Bildungsstandorts. Die Kombination von Kantonsschule und Berufsschule schafft Synergien und stärkt den Bildungsstandort im Bezirk Meilen.“

 

Der ursprünglich von der Mitte gestellte Antrag, den Objektkredit zu erhöhen, findet im Kantonsrat breite Unterstützung. Eine Mehrheit ist überzeugt, dass das Bauprojekt wie ursprünglich geplant umzusetzen ist.

 

„Der Einsatz aller Bezirksgemeinden, des Bezirksforum Berufsbildung und der Mehrheit der Kantonsparlamentarier aus dem Bezirk hat Wirkung gezeigt, die Berufsbildung wird von der KPB der gymnasialen Ausbildung gleichgesetzt“, sagt Rafael Mörgeli (SP, Stäfa).

 

Thomas Forrer (Grüne, Erlenbach) betont: «Die Planung des Bildungscampus Uetikon ist weit fortgeschritten. Wer jetzt zentrale Gebäudeteile ausklammert, riskiert später hohe Mehrkosten. Ein Campus für 2000 Schülerinnen und Schüler braucht eine Aula für Versammlungen und kulturelle Events.»

 

Claudia Hollenstein, (GLP, Stäfa) ergänzt: «Wenn schon in einen neuen Bildungsstandort investiert wird, dann konsequent. Eine Gesamtlösung ist nachhaltiger und wirtschaftlich sinnvoller als eine Etappierung ohne klare Perspektive.“

 

Als nächstes wird der Kantonsrat über den Objektkredit sowie den Änderungsantrag entscheiden.