Grünliberales Nachtcafé: Ist Alzheimer geschlechtsneutral?

Medienmitteilung

Grünliberales Nachtcafé: Ist Alzheimer geschlechtsneutral?

Zürich,
Warum erkranken Frauen deutlich häufiger an Alzheimer als Männer? Dieser Frage ging das Grünliberale Nachtcafé nach und zeigte, dass sich der Unterschied nicht allein durch die höhere Lebenserwartung erklären lässt. Zu Gast war Neurowissenschaftlerin Valerie Treyer (Universität Zürich / Universitätsspital Zürich), die aufzeigte, wie stark Lebensstil, gesellschaftliche Faktoren und eine fehlende geschlechtersensible Medizin das Demenzrisiko beeinflussen.

Rund 70 % der Menschen mit Alzheimer-Demenz sind Frauen. Dieser Unterschied lässt sich nicht allein durch die höhere Lebenserwartung erklären. Eine neue Ausgabe des Grünliberalen Nachtcafés widmete sich genau dieser Frage – und zeigte, wie komplex das Zusammenspiel von Medizin, Gesellschaft und Lebensstil ist.

Alzheimer entwickelt sich über viele Jahre. Neben biologischen Faktoren beeinflussen auch Bildung, Herz-Kreislauf-Gesundheit, psychische Belastungen, Bewegung und soziale Teilhabe das Demenzrisiko. Der Livingston-Report macht deutlich: Ein grosser Teil dieses Risikos ist beeinflussbar.

 

Zu Gast war Valerie Treyer, Neurowissenschaftlerin an der Universität Zürich und am Universitätsspital Zürich. Sie zeigte auf, warum Geschlechterunterschiede in Forschung, Prävention und Behandlung lange unterschätzt wurden – und weshalb eine geschlechtersensible Medizin zentral für gesundes Altern ist.

 

Das Nachtcafé bot Raum für Fragen, Austausch und neue Perspektiven und machte deutlich: Alzheimer ist nicht nur ein medizinisches, sondern auch ein gesellschaftliches und gesundheitspolitisches Thema.