In der heutigen zweiten Lesung im Kantonsrat hat sich der Kompromiss der Grünliberalen
beim Lehrpersonalgesetz durchgesetzt. Die Grünliberalen begrüssen, dass sich
eine ausgewogene Lösung durchgesetzt hat, die gezielte Verbesserungen für
Lehrpersonen – insbesondere für Klassenlehrpersonen – bringt und den realen
Anforderungen im Schulalltag Rechnung trägt.
In der heutigen Debatte hat der Kantonsrat den grünliberalen
Kompromiss bestätigt. Kantonsrätin Nadia Koch ist überzeugt: «Dieser Kompromiss
verbessert die Rahmenbedingungen für Lehrpersonen und gibt Klassenlehrpersonen
mehr Zeit für ihre anspruchsvolle Aufgabe – und wird damit ihrer gewachsenen
Verantwortung im Schulalltag gerecht.» Gleichzeitig wollen die Grünliberalen
eine weiterführende Diskussion zur Lastenverteilung zwischen Kanton und
Gemeinden führen. Aus Sicht der Grünliberalen muss der Verteilschlüssel 70/30
ernsthaft in Erwägung gezogen werden. Der Vorstoss von Christoph Ziegler forderte ursprünglich
eine Verdoppelung der Stunden, die einer Klassenlehrperson zur Verfügung steht.
Denn die Klassenlehrpersonen leisten neben der wichtigen
Klassenführungsfunktion auch viel administrative Arbeit, sowie die wichtige Elternarbeit.
Dass wir nun im Kompromiss 160 Stunden einbringen konnten, freut uns deshalb
sehr.
Fraktionspräsidentin Christa Stünzi ist überzeugt: «Der von
uns vorgeschlagene Kompromiss wird auch einem Referendum standhalten. Dies weil
er zielgerichtet und pragmatisch ist.»
Bereits Mitte Januar hat der Kantonsrat in erster Lesung über eine Anpassung des neu definierten Berufsauftrags für Lehrpersonen im Lehrpersonalgesetz (LPG) diskutiert. Der «neue Berufsauftrag» soll in vier Punkten verbessert werden. Die Klassenlehrpersonen sollen gestärkt werden, indem deren Stundenpauschale (KLP) von mindestens 100 auf mindestens 160 Stunden im Jahr erhöht wird. Um den Bedarf an Lehrpersonen besser zu decken, soll der minimale Beschäftigungsgrad von 35 auf 40 Prozent erhöht werden. Auch zwei administrative Massnahmen sollen entlastend wirken: Die Tätigkeitsbereiche «Schule», «Zusammenarbeit» und «Klassenlehrpersonen» sollen zusammengelegt und die Zeiterfassung der Tätigkeitsbereiche aufgehoben werden. Der Rat ist damit allen Anträgen der vorberatenden Kommission gefolgt.