Mit dem vorgeschlagenen Ausbau könnten rund 60 Windenergieanlagen in 19 Gebieten realisiert werden, was einen Stromertrag von rund 520 GWh pro Jahr ermöglicht. Damit würde das Zürcher Potenzial für Winterstrom endlich Schritt für Schritt genutzt. Dass dafür nun konkrete Standorte benannt wurden, ist positiv. Entscheidend für einen erfolgreichen Ausbau ist aber, dass nicht nur planerische, sondern auch gesetzliche und finanzielle Hürden konsequent abgebaut werden. Dass der Regierungsrat den Richtplan nun von den gesetzliche Vorlagen trennt, ist aus grünliberaler Sicht unverständlich.
Die Grünliberalen fordern weiterhin eine raschere und konsequentere Umsetzung der Windenergieprojekte. Durch das Beibehalten der heutigen langwierigen Bewilligungsverfahren fehlt noch eine echte, lösungsorientierte Vereinfachung und Beschleunigung. Zudem sollte die Beteiligung und die wirtschaftliche Teilhabe der Standortgemeinden deutlich gestärkt werden. Schliesslich soll der Schutz der Biodiversität und der Landschaft weiterhin Bestandteil der Planung sein und in die Interessenabwägung einfliessen.
Daniel Rensch, GLP-Kantonsrat und Mitglied KEVU, hält fest: „Die Windenergie ist ein wichtiger Baustein einer zukunftsfähigen Energieversorgung im Kanton Zürich. Die sorgfältige Standortwahl ist richtig. Aber jetzt gilt es, die Projekte viel schneller voranzubringen, damit Windkraft tatsächlich einen spürbaren Beitrag zur Versorgungssicherheit und zum Klimaschutz leisten kann.“
Christa Stünzi, GLP-Fraktionspräsidentin, ergänzt: „Die Bevölkerung und insbesondere die Standortgemeinden müssen aktiv einbezogen und wirtschaftlich von den Anlagen profitieren können. Dazu braucht es neben dem Richtplan die Gesetze. Windenergie wird nur zum Erfolg, wenn breite Akzeptanz entsteht und die Gemeinden einen konkreten Mehrwert haben.“
Fazit: Die grünliberale Fraktion fordert den Kantonsrat auf, die Richtplanvorlage nun aktiv mit Regularien zu unterstützen, die mehr Tempo und weniger Bürokratie bei der Umsetzung, klare Beteiligungsmodelle für Gemeinden und eine Interessenabwägung im Sinne von Klimaschutz und Versorgungssicherheit ermöglichen. Die Windenergie kann und muss zur Erfolgsgeschichte für den Kanton Zürich werden – dafür braucht es jetzt entschlossenes politisches Handeln und Mut zur Energiewende.